Konservierungsmittel in Naturkosmetik

Wir betrachten die Unterschiede von Hautarzneimitteln zu täglich verwendeter Natur- und Biokosmetik, sowie die verschiedenen Möglichkeiten der Konservierung.

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Ich bin Apotheker, das verpflichtet. Die unabhängige Aufklärung über Inhaltsstoffe in Produkten, egal ob Arzneimittel, Kosmetik oder Nahrungsergänzungsmittel ist unsere Aufgabe und sollte stets über wirtschaftlichen Interessen stehen.

Heute möchte ich aus gegebenem Anlass über die Konservierung in Natur- und Biokosmetik berichten, denn es besteht Aufklärungsbedarf. Es gibt verschiedene Systeme, wie man Kosmetika haltbar machen kann. Streng genommen sind auch Pasten, Salben und andere topische Zubereitungen, die in der Apotheke gefertigt und abgegeben werden, Kosmetika – durch Zugabe eines Arzneistoffs werden sie als fertige Einheit dann zum Arzneimittel.

Unterschied: Halbfeste Zubereitungen als Arzneimittel versus dekorative oder pflegende Kosmetik

Klassische Zubereitung in der Apotheke von halbfesten Arzneimitteln für die Verwendung auf der Haut

Warum ist diese Differenzierung wichtig? Ganz einfach: Der Einsatz eines Arzneimittels rechtfertigt die Verwendung indifferenter Salbengrundlagen. So kommen bei topischen Arzneizubereitungen oftmals Paraffinöle, wie z.B. Vaseline zum Einsatz, zum Teil als reine Grundlage, zum Teil verarbeitet in einer komplexeren Salbengrundlage, die wir dann gerne als Creme bezeichnen. Dadurch wird sichergestellt, dass ein indifferenter Träger – d.h. eine Salbengrundlage, die nicht mit dem Arzneistoff reagieren kann – zum Einsatz kommt. Es ist nicht wünschenswert, dass ein Arzneimittel unkontrolliert mit sich selbst reagiert und dabei Reaktionsprodukte entstehen, die am Ende im schlimmsten Fall toxisch sind oder nicht mehr wirken. Die Verwendung von Inhaltsstoffen, die man in Natur- und Biokosmetik niemals finden sollte, ist also für Arzneimittel, die auf der Haut und den Schleimhäuten angewendet werden, durchaus sinnvoll. Eine Therapie ist in der Regel aber immer – eine gute Compliance des Patienten vorausgesetzt – zeitlich sehr begrenzt.

Dagegen steht die Verwendung halbfester Zubereitungen als dekoratives oder pflegendes Element. Hier betrachten wir die Lifestyle Ebene. Natürlich sind Hautpflegeprodukte in gewisser Weise auch verantwortlich für ein gesundes Hautbild. Allerdings werden diese nahezu täglich angewendet und der Körper ist hierbei täglich mit der Verarbeitung, d.h. Abtransport eingezogener Anteile und der Metabolisierung, beschäftigt. Daher sollten für die Hautpflege nur Inhaltsstoffe verwendet werden, die auch natürlichen Ursprungs sind. Das ist einer der Gründe, weshalb nachhaltig gefertigte Lifestyle Produkte, welche aus natürlichen Rohstoffen hergestellt werden, in letzter Zeit so viel Zuspruch erhalten.

Auf die Matrix kommt es bei der Konservierung an: Pur, O/W oder W/O

Eine Creme, die aus verschiedensten Inhaltsstoffen zusammengesetzt ist und in der Wirkstoffe verarbeitet werden, wird von uns als Matrix bezeichnet. Das hat nichts mit dem gleichnamigen Sci-Fi Epos zu tun. So unterscheidet man grob in Matrizes, die pur verwendet werden (ein Öl oder Serum), O/W-Emulsionen, bei denen der Ölanteil der Creme fein verteilt in einer zusammenhängenden Wasserphase vorliegt oder W/O-Emulsionen, bei denen das eben genau andersherum ist und der wässrige Anteil fein verteilt in einer zusammenhängenden öligen Phase vorliegt.

Der verwendete Emulgator entscheidet bei den Emulsionen darüber, wie sich die Matrix anordnet, welche Phase nach innen wandert und welche Phase die äußere Matrix bildet. Klassische Cremes, die gut abwaschbar sind, sind in den allermeisten Fällen O/W-Emulsionen und die meisten Emulgatoren, die in der Natur- und Biokosmetik zum Einsatz kommen, begünstigen die Ausbildung eines O/W-Systems. Eine Ausnahme stellt Lanolin dar, die resultierenden Cremes sind, abhängig von Co-Emulgatoren, oftmals W/O-Systeme, was man daran spürt, dass sie etwas mehr aufliegen.

Wofür ist diese Unterscheidung wichtig? Wir wollen uns ja die Konservierung hier genauer ansehen und dafür ist zu allererst die Kenntnis wichtig, dass Wasser ein optimaler Nährboden für Mikroorganismen ist, ganz egal ob das Bakterien oder Pilze sind – Viren brauchen hingegen immer eine Wirtszelle, um überleben zu können!

Daraus folgt, dass wir für ein pures Öl eigentlich keine Konservierung gegen mikrobiellen Befall benötigen, für ein O/W-System hingegen sehr wohl. Antioxidantien müssen hingegen auch für hochwertige, pure Öle in Betracht gezogen werden, denn diese schützen die ein- oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren vor der Oxidation durch Luftsauerstoff. Man kennt dieses Phänomen als ranzig werden.

Die Verwendung von selbst hergestellter Kosmetik sollte aus diesem Grund nur frisch erfolgen. Für alle Produkte am Markt gilt: Werden diese für den späteren Verkauf hergestellt, muss zwingend konserviert werden. Da helfen auch Versprechen von wegen frischer Kosmetik leider nichts, außer in der Marketingabteilung, denn die rechtliche Verpflichtung besteht, es sei denn ein Unternehmen nimmt die Haftung auf sich und registriert die Produkte nicht nach CPNP-Standard. Nach solchen Quellen sollte man als Kunde gezielt suchen.

Eine natürliche Resource für Zitronensäure

Gängige antimikrobielle Konservierungssysteme

Den allgemeinen Background habe ich Euch nun vorausgeschickt, damit Ihr versteht, warum die Konservierung einer Creme überhaupt vorgenommen wird. Nun möchte ich auf verschiedene Ansätze der Konservierung eingehen.

Benzoesäure und Sorbinsäure

Ein gängiger Wirkstoff-Cocktail ist die Kombination von Bezoesäure und Sorbinsäure. Beide Substanzen werden je nach Hersteller auch gerne als Natriumbenzoat (Sodium benzoate) und Kaliumsorbat (Potassium sorbate) eingesetzt. Das tut auch das Arzneibuch für topische, dermale Arzneimittel. Das System funktioniert sehr gut und wird sowohl in Naturkosmetik, als auch Biokosmetik toleriert. Allerdings sind Unverträglichkeiten gegen Benzoesäure bekannt. Zudem ist die Herkunft der Substanz stets in Frage zu stellen, da diese Aromaten heute in der Regel bei der Fraktionierung von Erdöl gewonnen werden, auch wenn die Benzoesäure ansich in Pflanzen nativ vorkommt. Die großtechnische Gewinnung aus Pflanzen ist sehr kostspielig. Sorbinsäure kommt nativ vor allem in der Frucht der Eberesche vor (Vogelbeere) und ist gegen Pilze aktiv. Aber auch hier ist fragwürdig, ob die in Naturkosmetik verwendete Sorbinsäure auch tatsächlich aus der Natur oder nicht doch eher aus der chemischen Fertigung stammt.

Ethanol

Ethanol, auch bekannt als Weingeist, Alkohol oder Spiritus, ist das wohl einfachste Konservierungsmittel, das wir kennen. Alkohol entsteht in wässriger Lösung aus Zucker durch den Gährungsprozess, der mit Hilfe von Hefepilzen stattfindet. Diese bauen den Zucker ab zu Kohlendioxid und verwerten die Energie. Alkohol ist dabei ein Nebenprodukt und kann in einem solchen Maße gebildet werden, bis er für die Hefepilze wachstumslimitierend, sprich schädlich / toxisch wird. Daher ist der verwendete Ethanol in Naturkosmetik immer aufgearbeitet und durch Destillation vom Wasser und anderen Anteilen aus der Gewinnung befreit. Auch bei Alkohol in Kosmetik gibt es viele Menschen, die darauf reagieren. Pur auf der Haut angewendet führt Alkohol zur Austrocknung der Haut. In Kombination angewendet, in einer O/W-Emulsion, sollte dieser austrocknende Effekt aufgrund der Mischung mit hohen Wasseranteilen und wertvollen Pflanzenölen, allerdings keine Rolle spielen. Ein Ethanol Anteil von bis zu 15% an der Wasserphase eines Naturkosmetikums ist nicht unüblich. Viele Hersteller kommen aber durch die Kombination mit anderen Konservierungsmitteln auf geringere Anteile. Ich würde Alkohol als unbedenklich einstufen, denn er hat kein allergisierendes Potential und verdampft sehr schnell aus einer Zubereitung heraus, wenn diese auf die Haut aufgetragen wird. Daher hat Alkohol auch kühlende Eigenschaften, was in Form des nicht-verzehrbaren Isopropylalkohols auch in Sportgels zum Einsatz kommt.

Ätherische Öle und pflanzliche Extrakte

Natürlich können auch pflanzliche Extrakte und ätherische Öle zur Konservierung herangezogen werden. Bekannte ätherische Öle stammen aus:

  • Lavendel (Lavandula officinalis / angustifolia oil)
  • Rosmarin (Rosmarinus officinalis extract / leaf oil)
  • Zitrusfrüchten (z.B. Citrus aurantium dulcis (orange) peel oil)
  • Minze (z.B. Mentha spicata herb oil)
  • Zitronenmelisse (z.B. Melissa officinalis leaf oil)
  • Anis (Pimpinella anisum seed extract)
  • Zimt (Cinnamomun zeylanicum extract)
  • Phenethylalkohol oder Phenylethanol, Destillat des aromatischen Alkohols aus Rosenblüten
  • Und viele weitere mehr

Für Biokosmetik stellen diese Inhaltsstoffe sicherlich die attraktivste Variante dar. Viele dieser Pflanzen sind in unseren Breiten aus kontrolliert biologischem Anbau gut verfügbar, in einer hohen Qualität und die ätherischen Öle können zudem als Duftstoffe dienen, um einem Produkt einen einzigartigen Geruch zu verleihen. Sie kommen in niedrigen Konzentrationen zum Einsatz und stellen daher in der Regel kein Risiko dar. Allerdings sind ätherische Öle ebenfalls durch Extraktion oder Destillation gewonnen und einzelne Bestandteile eines solchen Öls sind bei dieser Art der Gewinnung (häufig Wasserdampfdestillation oder Kaltpressung) nicht abtrennbar. Dadurch besteht auch bei ätherischen Ölen, ähnlich der Benzoesäure, ein gewisses Potential für allergische Reaktionen. Das ist auch der Grund weshalb die Allergene Limonen, Linalool, Geraniol, Citral und Coumarin immer angegeben werden müssen. Es empfiehlt sich definitiv, vor der Verwendung eines Produkts, welches auf diese Weise konserviert wurde, abzuklären, ob Allergien vorliegen – manchmal weiß man das erst nach Anwendung, denn Kreuzallergien sind hier auch möglich, d.h. eine Reaktion tritt auf, obwohl man eigentlich gegen etwas ganz anderes allergisch ist.

Gängige Konservierungsunterstützende Maßnahmen

Die Konservierung eines Produktes in der Naturkosmetik bzw. Biokosmetik ist natürlich nicht nur abhängig von den oben genannten Substanzen, die Zumeist eingesetzt werden, weil sie direkt antimikrobiell wirksam sind. Eine Hand voll weiterer Faktoren spielt bei der Stabilität und Haltbarkeit ebenfalls eine grosse Rolle:

  • pH-Wert
  • osmotischer Druck, z.B. durch Verwendung von Glycerol oder Xylitol
  • eine hohe Ölphase innerhalb einer O/W-Emulsion

Das sind selbstredend keine Kriterien, die der Kunde am Ende auf der Verpackung notwendigerweise sieht, aber auch sie tragen erheblich zur Stabilität eines Kosmetikums bei.

PALEO KOSMETIK ist eine neuartige, sehr strenge Art von Biokosmetik, die ohne chemische Emulgatoren auskommt und dennoch Cremes in gewohnter Konsistenz bietet. Echte Nahrung für die Haut!

FAZIT

Die Konservierung von Natur- und Biokosmetik ist leider immer notwendig. Dabei kann aus dem oben vorgestellten Reportoire an Inhaltsstoffen gewählt werden und es liegt beim Kunden, sich darüber zu informieren, ob ggf. Unverträglichkeiten vorliegen. Die Verwendung chemiebasierter Kosmetik ist zwar ein potentieller Ausweg aus der Konservierungs-Allergisierung – wenn auf Konservantien verzichtet wird – allerdings sind die Langzeit Effekte nicht bekannt, die auftreten, wenn der Körper stets unverdauliche Bestandteile metabolisieren und eliminieren muss – Bestandteile, die häufig aus der Pietrochemie stammen. Berichten Zufolge leidet darunter das Hautbild stark, weil die Haut nicht mehr vernünftig atmen kann. Wissen ist wie immer Macht und hilft dem Kunden, am Ende das richtige Produkt für die eigenen Bedürfnisse zu wählen.

Bei der Entwicklung meiner eigenen Biokosmetik sind all diese Überlegungen natürlich mit eingeflossen. Bei Interesse besucht doch mal unsere Website der CREAMS OF THE STONE AGE – wir nennen diesen Ansatz, zertifizierte Biokosmetik noch natürlicher und damit verträglicher zu machen, Paleo Kosmetik, denn damit betonen wir den Bezug zu ursprünglichen Rohstoffen und unseren holistischen Ansatz. Uns war es wichtig, dass die Rohstoffe eindeutig zugeordnet werden können, dass diese nachhaltig angebaut werden und das ein möglichst geringes allergenes Restrisiko bleibt. Daher sind wir auch immer daran interessiert, neue Wege zu beschreiten und viel zu experimentieren. Am Ende bleibt es, neben der Verträglichkeit, natürlich Geschmacksache, auf welche Düfte (Konservierung mit ätherischen Ölen) man sich einlassen kann bzw. welche Inhaltsstoffe man besser verträgt. Alkohol ist aus meiner Sicht jedenfalls zu Unrecht in Verruf, da dieser als einzige Komponente definitiv kein allergenes Potential besitzt! Abschließend möchte ich allen dazu raten, sich bei der Inhaltsstoff Auswahl gut zu informieren, wenn Unverträglichkeiten bekannt sind und diese Erkenntnisse unbedingt beim Kauf zu berücksichtigen. Wenn man etwas gefunden hat, was passend ist, darf es dann dafür ruhig etwas mehr kosten – kauft nichts, was Euch mehr schadet, als das es hilft. Solltet Ihr Fragen zu diesem Thema haben, schreibt mir bitte mittels des Kontakformulars. Ich bin Apotheker, das verpflichtet.

Innsbruck / BeNicoMa

CREAMS OF THE STONE AGE sind da!

Die CREAMS OF THE STONE AGE sind da! Paleo Kosmetik ist die neue Referenz der nachhaltigen Biokosmetik!

Vor einiger Zeit habe ich euch darüber berichtet, dass wir ein eigenes Projekt am Laufen haben, mit dem wir eine Biokosmetik Marke etablieren, die Produkte bietet, die anders sind, als die der ganzen Anderen am Markt. Anders, weil nachhaltiger und komplett frei von chemisch-synthetischen Emulgatoren, chemischer Konservierung, Palmöl und Mineralöl. Wir sind da sehr streng mit uns selbst, muss man auch, wenn man sich zum Start seines Berufslebens, der nun schon einige Jahre zurück liegt, der Pharmazie verschrieben hat und selbst sehr viel Wert auf eine gesunde Lebensweise legt.

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CREAMS OF THE STONE AGE Handbalm at Plansee in Tyrol
Der CREAMS OF THE STONE AGE Handbalsam ist nun verfügbar! 

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Nun ist es soweit, der CREAMS OF THE STONE AGE Handbalsam ist endlich erhältlich und ihr könnt sie ab sofort vorbestellen! Es handelt sich hierbei um die Erschließung eines neuen Markts, nämlich um Paleo Kosmetik. Die ist im Prinzip sehr eng mit echter Biokosmetik verwand – nur ohne die chemisch-synthetischen Emulgatoren, welche in Biokosmetik, Naturkosmetik & veganer Naturkosmetik toleriert werden und ohne die es normalerweise keine stabile Emulsion (Creme) gibt. Wir haben einen Work-Around gefunden und außerdem ist der Anteil an Inhaltsstoffen aus kontrolliert biologischem Anbau um ein vielfaches höher, als bei herkömmlicher Naturkosmetik – damit möchten wir eine neue Referenz im Biokosmetik Markt definieren.

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Der Paleo Lifestyle
PALEO KOSMETIK ist eine neuartige Biokosmetik, die komplett ohne chemische Emulgatoren auskommt und dennoch Cremes in gewohnter Konsistenz bietet. Echte Nahrung für die Haut!

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Wenn ihr mehr erfahren möchtet, dann schaut auf der Website von CREAMS OF THE STONE AGE vorbei – ich würde mich sehr freuen, euch dort anzutreffen, ihr seid jedenfalls herzlich dazu eingeladen und bekommt mal eine andere Facette meines Schaffens zu sehen – worunter zugegebenermaßen meine Arbeit an diesem Projekt – BeNicoMa – leider zuletzt sehr gelitten hat.

Eine schöne Woche wünsche ich euch! Liebe Grüße, euer BeNicoMa

Die Paleo Convention

Kommendes Wochenende, am 02. und 03. September 2017, findet in Berlin die Paleo Convention statt. Und ich werde dabei sein. Wie es dazu gekommen ist, könnt ihr in diesem Artikel lesen und wenn ihr selbst Paleoaner seid, umso besser, kommt doch auch vorbei!

Kommendes Wochenende, am 02. und 03. September 2017, findet in Berlin die Paleo Convention statt. Und ich werde dabei sein. Wie es dazu gekommen ist, könnt ihr in diesem Artikel lesen und wenn ihr selbst Paleoaner seid, umso besser, kommt doch auch vorbei!

Letztes Jahr im Dezember habe ich das erste Mal eine Paleo Challenge an mir selbst durchgeführt. Anfänglich war es ganz schön komisch und auch nicht sonderlich angenehm, da sich eine Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit breit machte. Wenn ich mich ernähre, habe ich eigentlich kein Interesse daran, zwangsweise Spurenelemente und Mineralien zu supplementieren. Das sollte schon durch die Ernährung gewährleistet sein… Nach ca. zehn Tagen ohne Weizenprodukte, Zucker und Hülsenfrüchte, ohne Milch und Käse – sowie ohne sonstige industrielle Produkte – ging es aber bergauf. Ich hatte wirklich ein gutes Körpergefühl und mein Gewicht nahm um ca. 5,5 kg in den drei Wochen der Challenge ab.

CrossFit Training at Black Sheep Athletics Berlin
CrossFit Training in Berlin bei Black Sheep Athletics

Zusätzlich zur Ernährung habe ich mir dann auch noch einen Überblick über die Fitness Bewegung der anderen Art, CrossFitverschafft. War wirklich anstrengend und hätte man als Unternehmer in der Gründungsphase nicht so wenig Zeit und hätte ich die tollen Alternativen in der Tiroler Natur hier nicht verfügbar, wäre es genau das Richtige, um sich richtig auszupumpen.

Nun ist seitdem allerdings ein wenig Zeit ins Land gegangen. Das Jahr war voll der Arbeit – sehr erfüllender Arbeit. Unser einstiges Projekt, Biokosmetik für den privaten Bedarf zu entwickeln, ist mittlerweile in einer Gründung realisiert. Wir haben unseren Traum, den wir Jahrelang mit uns herum getragen haben, endlich realisiert. Unsere Marke, die wie unsere gesunde und ausgeglichene Ernährung, eben solche für die Haut bietet, haben wir CREAMS OF THE STONE AGE getauft – und zwar deshalb, weil wir bei der Entwicklung darauf geachtet haben, uns ausschließlich an Inhaltsstoffen zu orientieren, die auch bei der “Steinzeitdiät” erlaubt sind. Ein gutes Pflegeprodukt mit ursprünglichen Inhaltsstoffen, komplett frei von Chemie eben.

Pharmacist packing Cytostatics with latex gloves and clean room uniform
Handstress durch Desinfektion und Handschuhe im Reinraum

Wir haben damals damit angefangen eigene Naturkosmetik zu rühren, weil durch meine ständige Arbeit mit starken Desinfektionsmitteln und durch das Tragen von Latexhandschuhen im Reinraum bei der Zytostatika Herstellung, von täglich bis zu sieben Stunden, meine Hände immer derartig kaputt waren, dass ich nicht weiter wusste. Vieles hatte ich ausprobiert, nichts hat geholfen und falls doch, dann nur kurzfristig. Ihr kennt das sicher auch, wenn man in total trockener Luft arbeitet, leidet die Haut sehr, zusätzlich wenn es im Winter kalt draußen ist und die Hände dann noch mehr, immer im Dunst des verdampfenden Desinfektionsmittels eingeschlossen.

Jetzt, fast ein Jahr später, stehen wir kurz vor dem Start zur finalen Realisierung unserer Träume. Nächstes Wochenende geht es los, in Berlin, meiner Heimatstadt – oder besser gesagt, meinem zweiten Zuhause, da wo viele meiner alten Freunde und meine Familie immer noch leben. Mein Lebensmittelpunkt liegt unlängst hier in den Alpen, da es eine wesentlich nachhaltigere Lebensweise ermöglicht, als das Großstadtleben, immer im Einklang mit der Natur, nie weiter weg als maximal 30 min. zu Fuß.

Wir feiern den Paleo Lifestyle in ganz besonderer Art & Weise, als Standbetreiber (Halle G) mit unseren eigenen Produkten auf die wir sehr stolz sind. Mit einem ganz exklusiven Start für Diejenigen, die uns so viel Inspiration gegeben haben und die für uns Vorbild mit einer Ernährungsweise waren, mit der es uns einfach besser geht.

R and D of the CREAMS OF THE STONE AGE
R&D der CREAMS OF THE STONE AGE in unserer Küche

Wir werden auf der Paleo Convention sowohl unseren Handbalsam, als auch die Bodylotion für euch zur Show anrühren und euch ausgiebig testen lassen und sind wirklich sehr gespannt auf euer Urteil! Außerdem freuen wir uns auf die vielen interessanten Beiträge auf dem Kongress, sowie die Akrobatik Show bei den Cali Games (Calisthenics), bei denen ca. 50 Leute ihre antrainierte Körperbeherrschung demonstrieren. Ich nenne das Motivation für 2018, sich ebenso zu transformieren!

Ich bin euch noch einen genaueren Blick auf die “Steinzeitdiät” schuldig. Es ist ja auch etwas verwirrend, all die verschiedenen Meinungen differenziert auseinander zu nehmen. Es gibt sehr strenge Anhänger, welche die Paleo Lehre nach Professor Cordain leben, es gibt Leute, die ernähren sich eher Primal, das heißt, sie essen nach Bedarf Kohlenhydrate aus Kartoffel und bestimmten Reissorten, wenn sie hart arbeiten oder trainieren – und es gibt noch weitere Ernährungsstile, wie die Ketogene Diät und die mediterrane Diät, die keinesfalls schlecht sind und manchmal sogar notwendig, wenn nachweislich Unverträglichkeiten vorliegen. Ich habe selbst lange gebraucht, mir einenj Überblick zu verschaffen. Im zweiten Teil meiner Berichterstattung über den Paleo Lifestyle werde ich es für euch aufarbeiten, unterstützt durch Publikationen von anerkannten Ernährungsgesellschaften und wissenschaftlichen Journalen.

CREAMS OF THE STONE AGE auf der Paleo Convention – Erfahre mehr!